Liebe Leserinnen und Leser,
lange, viel zu lange hat es hier keine Neuigkeiten und Einträge mehr gegeben. Das liegt daran, dass mein Projekt „Rente“ grandios gescheitert ist, und dass es stimmt: „Rentner haben keine Zeit!“
Bei mir liegt es aber nicht daran, dass ich bis morgens um 08 Uhr schlafe, bis 10 Uhr frühstücke, dann mit dem Hund eine Runde gehe, zu Mittag esse, einen Mittagsschlaf halte, im Garten herumprussele und dann nach der Tagesschau vor dem Fernseher einschlafe.
Die Tage beginnen eher früh mit Sport und sind dann meistens mit Fliegerei restlos ausgefüllt, sei es am Schreibtisch oder im Cockpit. Seit ich (Frühjahr 2022) mit dem Ehrenamt des Präsidenten des Deutschen Aero Club e.V. betraut wurde, bleibt fast noch mehr liegen als früher. Und so um 300 Flugstunden pro Jahr fliege ich immer noch, davon sogar noch zwei im A380(-Simulator), denn ich leiste mir den völlig sinnlosen Luxus, meine Musterberechtigung für das größte aller Passagierflugzeuge aufrecht zu erhalten. Es tut einfach gut, zu wissen, dass es noch geht, und wenn man bei Behörden oder anderen Verbänden vorspricht, ist es schon ganz hilfreich, diese Qualifikation anführen zu können. Man wird einfach ein wenig mehr ernst genommen.
Mit der Cessna Citation düse ich auch immer noch quer durch Europa, ich bin noch PPL-Fluglehrer bei der FTO-Nord in Hamburg und Lübeck, bin in meinem LSV Kreis Segeberg auf dem Flugplatz Wahlstedt aktiv und glücklich, bürste im Winter immer noch die Hänge am Wiehen- und Wesergebirge, suche im Sommer die Thermik in Nordhessen vom Flugplatz Waldeck aus, unterrichte noch an der TU Berlin und habe gerade mein drittes Buch zu schreiben begonnen.
Aber hier geht es ja hauptsächlich um meinen Junkers Junior, mit dem ich rundum glücklich und zufrieden bin. Das kleine Fliegerle hat inzwischen schon über 400 Stunden Flugzeit hinter sich, viel von der Welt gesehen und funktioniert einfach. Davon in Zukunft wieder mehr, viel mehr.
Für heute nur zwei Bilder. Das eine ist über Suwalki (Nordostpolen) aufgenommen, das andere zeigt das einzige Zusammentreffen meines Junior D-MQUI mit der Tante Ju D-AQUI, die inzwischen im Hangar One der Lufthansa Group (so heißt das heute) in Frankfurt steht.
Im nächsten Bericht werde ich Ihnen das liebenswerte, kleine Flugzeug etwas näher vorstellen und es auch mit dem Original vergleichen. Eines will ich aber schon vorwegnehmen. Die Idee, ein altes Flugzeug neu zu bauen und sich dabei moderner Technik zu bedienen, hat bestens funktioniert. Mein Junior fliegt und fliegt und fliegt.
Fortsetzung folgt!

